Geografie

Lehr- und Unterrichtsmaterial zu Afrika

Unsere beiden DVDs "Wenn kein Regen fällt" und "Hoffnung für Straßenkinder bieten zahlreiche Filme zu den Themen Dürre, Trockenheit, Armut, Not und Hunger in Afrika. Die Filme der beiden DVDs ergänzen sich hervorragend. 

Umfangreiches Unterrichtsmaterial wie Arbeitsblätter, interaktive Arbeitsblätter, Materialien für eine Podiumsdiskussion zu Waldnutzung und Waldschutz, verschiedene Infotheken und die von uns entwickelte Kreativ-Box mit Bildern, Grafiken und Tonmaterial ermöglichen einen vielseitigen Einsatz im Unterricht.

Unsere neue DVD "Hoffnung für Straßenkinder" beinhaltet Arbeitsblätter mit fachspezifischer Ausrichtung für die Fachbereiche Geografie und Religion und Ethik. Außerdem lassen sich die gut für differenziertes Unterrichten mit verschiedenen Niveaustufen einsetzen.

Hier finden Sie kostenlose Arbeitsblätter und anderes Unterrichtsmaterial wie z. B. Lösungsblätter, Ideen für den Unterricht, Filmtexte und Diskussionspapiere zum Herunterladen  sowie aktuelle Informationen zu den Themen unserer Filme.

Die Filme der DVD „Hoffnung für Straßenkinder“ befassen sich mit dem Thema Armut in Afrika, zeigen das Leben im Slum und auf der Straße, nennen Gründe für Landflucht und Migration und lassen Straßenkinder selbst zu Wort kommen. Hoffnung für viele Straßenkinder ist Dr. Charles Mulli, der mehr als 2500 Kindern Nahrung, Kleidung, Ausbildung und ein Zuhause gibt.

15 Filme, Laufzeit gesamt ca. 74 Min.
8 Kapitelfilme

Aktuelles für den Unterricht

Das Mädchen, das für 6 Minuten die Welt zum Schweigen brachte (13.02.2017)

Erstklassige Rede der 12-jährigen Severn Suzuki dazu, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Weiterlesen...

Das Mädchen, das für 6 Minuten die Welt zum Schweigen brachte

13.02.2017

Diese Rede ist von 1992. Das Erschreckende daran ist: Sie hat nichts, aber auch wirklich gar nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil. Sie ist aktueller denn je!

Severn Suzuki: Ich spreche für ECO, die Kinder-Umweltorganisation

Dürre in Ostafrika: 12 Mio. Menschen von Hungertod bedroht (11.02.2017)

In ganz Ostafrika herrscht Dürre. Rund 12 Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien und Somalia sind vom Hungertod bedroht. Ernteausfälle und der Verlust von Haus- und Herdentieren bedrohen die Existenz viele Kleinbauern. Weiterlesen...

Dürre in Ostafrika: 12 Mio. Menschen von Hungertod bedroht

11.02.2017

Dürre in Ostafrika ‒ wieder einmal. In Kenia und in den Nachbarstaaten Äthiopien und Somalia leiden die Menschen. Insgesamt sind ‒ wenn Hilfe ausbleibt ‒ rund 12 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht. Kenias Regierung hat für große Teile des Landes den Katastrophenzustand ausgerufen.

Im Norden Kenias sind rund dreiviertel aller Quellen versiegt. Wasser gibt es kaum mehr. Das bedroht vor allem viele kleinbäuerliche Familien in den ländlichen Regionen. Sie haben in der Regel nur kleine Flächen Ackerland und wenige Tiere. Wenn der Regen ausbleibt, führt das schnell zu existenziellen Krisen: Ackerbau ist ohne Wasser nicht möglich. Bewässern können die Menschen nicht, weil es kaum Wasser gibt und sie sich natürlich auch keine Bewässerungsanlage leisten können. Versuchen die Kleinbauern, etwas anzubauen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass alle Pflanzen noch vor der Erntereife verdorren. Bauen sie nichts an, haben sie auch nichts, um sich und ihre Familien zu ernähren. Auch das wenige Vieh, das die Menschen besitzen, leidet unter dem Wassermangel. Immer mehr Tiere sterben oder müssen geschlachtet werden. Damit aber verschlimmert sich die Situation der Menschen weiter. Selbst wenn es dann später wieder regnet, haben sie während der Dürre einen Großteil ihres Besitzes verloren. Den Verlust der verendeten Tiere können viele Familien nur sehr schwer verkraften. Manche geben ganz auf und ziehen in die Städte, versuchen dort ihr Glück und landen in der Regel in einem der vielen Slums oder leben auf der Straße.

Zu diesem Themenkomplex haben wir 2 didaktische DVDs produziert. Dafür waren wir insgesamt 4 Mal in Kenia und haben vor Ort recherchiert.

Die Filme und Zusatzmaterialien der didaktischen DVD "Wenn kein Regen fällt" setzen sich intensiv mit der Dürreproblematik in Kenia auseinander. Ursachen von Dürre ‒ darunter die fortschreitende Abholzung z. B. im Mau-Wald sowie der weltweite Klimawandel ‒ werden ebenso thematisiert wie die Folgen für die Menschen ‒ sowohl auf dem Land als auch in den Städten. Außerdem zeigen die Filme auch, dass es Menschen gibt, die die Problematik verstanden haben und an Lösungen arbeiten. Das geht vom sparsamen Einsatz von Wasser bis hin zur Wiederaufforstung.

Die Filme der DVD "Hoffnung für Straßenkinder" widmen sich dem Leben von Kindern in Slums und auf der Straße und zeigen, wie sich die Mully Children's Family (MCF) um diese Kinder kümmert, sie versorgt, erzieht und ausbildet und ihnen die Möglichkeit bietet, später ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dabei untersuchen wir auch die Gründe für Verstädterung, Slumbildung und weshalb Kinder auf der Straße leben und knüpfen dabei auch an die immer wiederkehrenden Dürren in Kenia an, die eben viele Menschen aus Existenznot in die Städte und dort in die Slums und auf die Straße treiben. So lässt sich ein ganz erheblicher Anteil der "Straßenkinderproblematik" auf die zunehmenden Dürren und damit letztendlich auf die Zerstörung oder zumindest Überlastung von Umwelt und Ökosystemen durch uns Menschen zurückführen.

 

Weiterführende Informationen

Tagesschau: Millionen Menschen droht Hungersnot

Caritas international: Damit Menschen nicht sterben, wenn der Regen ausbleibt

Welternährungstag (15.10.2016)

Der Welternährungstag ist jedes Jahr am 16. Oktober. Der Tag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit über eine Milliarde Menschen hungern. Weiterlesen...

Welternährungstag

15.10.2016

Den Welternährungstag ‒ oder auch Welthungertag ‒ gibt es bereits seit 1979. Inzwischen ist die Lage durch den weltweiten Klimawandel nicht einfacher geworden. Ganz im Gegenteil. Vielerorts verstärkt der Klimawandel Wetterextreme wie Dürren oder starke Regenfälle und führt immer öfter auch zu regional bisher unbekannten Ereignissen.

Diese Wetterextreme führen nicht selten zur Erosion der Humusschicht ‒ ob durch Dürre, Wind oder übermäßigen Regen ‒ oft begünstigt durch falsche Bewirtschaftung von Land, Kahlschlag und Monokulturen. Um den Verlust wertvoller Agrarflächen zu reduzieren oder gar zu verhindern, müssen wir auf eine nachhaltige Landwirtschaft setzen, orientiert an der Natur und angepasst an die jeweiligen Verhältnisse vor Ort.

Grundsätzlich ist eine höhere Biodiversität von Nutzen, Wechsel von Fruchtfolgen, Wind-, Wetter- und Hitzeschutz durch Hecken, Sträucher und Bäume. Anfällig für Bodenerosion sind dagegen große, mit Monokulturen bepflanze Flächen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt komplett abgeerntet werden, und der Boden ohne schützende Pflanzenschicht zurückbleibt, Flächen bei denen Windschutz fehlt.

„Wir müssen Landwirtschaft so betreiben und uns so ernähren, dass wir weder die Produktionsgrundlagen der Menschen im Süden noch die künftiger Generationen zerstören", sagt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, und führt weiter aus: „Wenn wir zulasten von Umwelt und Natur Lebensmittel im Überschuss herstellen, die wir zu Dumping-Preisen auf den Märkten des Südens verkaufen, schädigt das die lokalen Märkte. Wenn wir auf über 30 Millionen Hektar in Südamerika die Sojabohnen für unsere industrielle Tierhaltung anbauen lassen, fehlen die Flächen dort für Lebensmittelerzeugung. Und wenn unsere Entwicklungspolitik, statt auf agrarökologische Ansätze, auf die Verbreitung unseres teuren, inputintensiven Landwirtschaftssystems setzt, geraten Kleinbauern in die Abhängigkeit von Chemieriesen wie Bayer und Co.“

Dabei gilt es gerade, die kleinbäuerlichen Strukturen zu erhalten. Denn sie gewährleisten am ehesten eine nachhaltige Bodennutzung ohne den Einsatz riesiger Mengen an Kunstdünger, Pestiziden und Herbiziden. Die Menschen haben Arbeit und ein Auskommen. Ohne ihr Land bleibt vielen nur der Weg in die Stadt, wo sie dann oft in Slums ihre einzige Bleibe finden.

Letztlich ist Hunger aber nicht nur Folge von zu wenig Nahrung, sondern vor allem auch Folge ungerechter Verteilung, Folge von Verschwendung und Luxus derer, die es sich leisten können. Der traurige Status quo: Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Unterernährung ‒ meist in Asien oder in Afrika.

Zum Thema Hunger, Dürre und Klimawandel in Afrika bieten wir die didaktische DVD "Wenn kein Regen fällt" an. Am Beispiel von Kenia zeigen die Filme auf der DVD, welche Folgen es hat, wenn der Regen ausbleibt: vom Kleinbauer auf dem Land bis hin zu den Bewohnern Nairobis, der Wasser- und Energieversorgung. Die Filme der DVD beschäftigen sich aber auch mit den Ursachen für den ausbleibenden Regen. Die Schuld daran trägt nicht alleine der Klimawandel. 

Zum Thema Armut und Reichtum haben wir die didaktische DVD "Hoffnung für Straßenkinder" im Programm. Die DVD enthält zahlreiche Filme, die Einblicke in das Leben im Slum und auf der Straße bieten, Gründe für Migration, Landflucht und Verstädterung aufzeigen und ein Hilfsprojekt vorstellen, das Straßenkindern Nahrung, Kleidung und Obdach, ja eine ganz neue Familie und damit Hoffnung und eine zweite Chance gibt.

Wie wir mit unserer Erde und unseren Mitgeschöpfen umgehen und welche Folgen das haben kann, zeigt unsere DVD "Macht euch die Erde untertan" auf eindrückliche Weie in einer filmischen Parabel. Im Zusatzfilm "Intensivtierhaltung" gehen wir auch auf die Folgen unseres großzügigen Fleischkonsums für Menschen aus anderen Erdteilen ein.

 

Weiterführende Informationen

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft: Mit Öko und vor Ort

FAO: World Food Day

Straßenkinder in Mosambik: Ein Leben im Dunkeln (30.09.2016)

Mário Macilau besuchte Straßenkinder in Moputo, der Hauptstadt von Mosambik, gewann ihr Vertrauen und durfte sie fotografieren. Daraus ist ein Bildband mit eindrucksvollen Portraits und Lebensbildern entstanden: Growing in darkness. Weiterlesen...

Straßenkinder in Mosambik: Ein Leben im Dunkeln

30.09.2016

Mário Macilau besuchte Straßenkinder in Moputo, der Hauptstadt von Mosambik, gewann ihr Vertrauen und durfte sie fotografieren. Daraus ist ein Bildband mit eindrucksvollen Portraits und Lebensbildern entstanden: Growing in darkness. Das Buch ist im Kehrer Verlag  erschienen.

Für die Filme und das Unterrichtsmaterial auf unserer DVD "Hoffnung für Straßenkinder" haben wir Kibera, den größten Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi, besucht. Die ehemaligen Straßenkinder Stella und Paul erzählen uns ihre Geschichte vom Leben auf der Straße, wie sie von "Daddy Mulli" gerettet wurden und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat. In der Kreativ-Box im ROM-Teil der DVD finden Sie auch zahlreiche Bilder zu den Themen Slum, Straßenkinder und Hilfe für Straßenkinder sowie kurze Audiodokumente, die für Präsentationen und das Arbeiten im Unterricht genutzt werden können.

 

Weiterfürhende Informationen

Zeit-Magazin: Ein Leben im Dunkeln

62 Superreiche besitzen mehr als 3 Milliarden Menschen (24.09.2016)

Wie drastisch die Kluft zwischen Armut und extremem Reichtum ist, zeigt eine Studie von Oxfam: 62 Superreiche besitzen soviel wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Weiterlesen...

62 Superreiche besitzen mehr als 3 Milliarden Menschen

24.09.2016

Noch nie hat sich ein so großer Teil des Vermögens auf so wenige Menschen verteilt wie heute. Lediglich 62 Superreiche besitzen mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Menschheit ‒ letztes Jahr waren es noch 80. Die Polarisierung setzt sich also fort: extreme Vermögen wachsen ebenso wie extreme Armut.

Noch dieses Jahr wird das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr besitzen als die anderen 99 % der Menschheit, prognostiziert Oxfam. Obwohl die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung in den letzten fünf Jahren um rund 400 Mio. Menschen gewachsen ist, verringerte sich doch ihr Vermögen im selben Zeitraum um rund 40 %.

Das Thema Armut und Reichtum in Afrika zieht sich wie ein roter Faden durch viele Filme unserer didaktischen DVD "Hoffnung für Straßenkinder". Im Unterrichtsmaterial zur DVD finden Sie Arbeitsblätter zum Leben in den Slums von Nairobi, zu Landflucht und Verstädterung, zu Straßenkindern und zur Kriminalität in Nairobi, das auch "New Robbery" genannt wird. Dabei haben wir für die Fachbereiche Geografie und Religion / Ethik jeweils eigene Arbeitsmaterialien mit fachspezifischem Schwerpunkt entwickelt.

 

Weiterführende Informationen

Oxfam: 62 Superreiche

"Grüne Mauer" soll Wüste stoppen (05.09.2016)

Elf afrikanische Länder wollen mit einem über 7 000 Kilometer langen und 15 Kilometer breiten Waldgürtel die weitere Ausbreitung der Sahara aufhalten. Weiterlesen...

"Grüne Mauer" soll Wüste stoppen

05.09.2016

Afrikas "Grüne Mauer" soll den Kontinent vom Horn von Afrika im Osten bis zur Atlantikküste im Westen durchziehen und die weitere Ausbreitung der Sahara aufhalten. Vorbild ist unter anderen Chinas "Grüne Mauer", die Wüstenstürme und die weitere Ausbreitung von Wüstengebieten aufhalten soll. 

Mit einem rund 15 Kilometer breiten und mehr als 7 000 Kilometer langen Waldgürtel möchten elf afrikanische Staaten in der Sahel-Zone die weitere Degradation von Landflächen verhindert und 50 Mio. Hektar Land wieder nutzbar machen. Dabei sollen in erster Linie einheimische Bäume und Sträucher zum Zuge kommen, die unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung angepflanzt werden sollen.

Die Hoffnung ist, dass die seltener gewordenen Regenfälle nach und nach wieder zunehmen, der Grundwasserspiegel wieder ansteigt und Sandstürme ebenso wie die fortschreitende Verwüstung begrenzt werden können. Dabei könnte das Projekt auch die Lebensgrundlage von vielen Tausend Menschen sichern, Landflucht verhindern und damit auch den massenhaften Zuzug in Städte reduzieren. Letztlich könnte so auch die Slumbildung in den Großstädten vermindert und der weitere starke Anstieg von Straßenkindern abgebgremst werden. 

In den Filmen auf unserer didaktischen DVD "Wenn kein Regen fällt" zeigen wir am Beispiel Kenias die Folgen von Dürre und Trockenheit: Hunger, Not und Armut in ländlichen Regionen, Stromausfälle, Wasserrationierung und ebenfalls Not und Armut in den Städten. In mehreren Filmen gehen wir aber auch den Ursachen für die Dürre in Afrika und speziell in Kenia auf den Grund.

Unsere DVD "Hoffnung für Straßenkinder" untersucht in zahlreichen Einzelfilmen Faktoren für Landflucht, Verstädterung und Migration, zeigt die Lebensverhältnisse in Kibera, einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi, und lässt Straßenkinder selbst zu Wort kommen. Außerdem stellt sie ein Hilfsprojekt für Straßenkinder vor, das neben der Versorgung der Kinder eine Rundumbetreuung inklusive Ausbildung und somit Hilfe zur Selbsthilfe bietet.

 

 

Weitere Informationen zu Afrikas "Grüner Mauer" finden Sie hier:

Offizielle Webseite des Projektes (englisch)

Sonnenseite: Eine "grüne Mauer" in Afrika soll degradierte Böden nutzbar machen

Wikipedia: Afrikas Grüne Mauer im Sahel

 

Weitere Informationen zu Chinas großer grüner Mauer:

Spektrum: Chinas Große Grüne Mauer bremst Wüsten aus

GEO: Chinas grüne Mauer

 


Die Filme der DVD „Wenn kein Regen fällt“ setzen sich mit dem Thema Trockenheit und Dürre in Afrika auseinander. Wenn in Kenia der Regen ausbleibt, ist das nicht nur Folge des Klimawandels. Die Hauptursachen liegen vielmehr in der lokalen Zerstörung der Natur. Fast alle Wälder Kenias wurden abgeholzt. Bleibt der Regen au, versiegen Flüsse, Menschen und Tiere hungern.

5 Filme, Laufzeit gesamt ca. 41 Min.
9 Kapitelfilme

Aktuelles für den Unterricht

Dürre in Ostafrika: 12 Mio. Menschen von Hungertod bedroht (11.02.2017)

In ganz Ostafrika herrscht Dürre. Rund 12 Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien und Somalia sind vom Hungertod bedroht. Ernteausfälle und der Verlust von Haus- und Herdentieren bedrohen die Existenz viele Kleinbauern. Weiterlesen...

Dürre in Ostafrika: 12 Mio. Menschen von Hungertod bedroht

11.02.2017

Dürre in Ostafrika ‒ wieder einmal. In Kenia und in den Nachbarstaaten Äthiopien und Somalia leiden die Menschen. Insgesamt sind ‒ wenn Hilfe ausbleibt ‒ rund 12 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht. Kenias Regierung hat für große Teile des Landes den Katastrophenzustand ausgerufen.

Im Norden Kenias sind rund dreiviertel aller Quellen versiegt. Wasser gibt es kaum mehr. Das bedroht vor allem viele kleinbäuerliche Familien in den ländlichen Regionen. Sie haben in der Regel nur kleine Flächen Ackerland und wenige Tiere. Wenn der Regen ausbleibt, führt das schnell zu existenziellen Krisen: Ackerbau ist ohne Wasser nicht möglich. Bewässern können die Menschen nicht, weil es kaum Wasser gibt und sie sich natürlich auch keine Bewässerungsanlage leisten können. Versuchen die Kleinbauern, etwas anzubauen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass alle Pflanzen noch vor der Erntereife verdorren. Bauen sie nichts an, haben sie auch nichts, um sich und ihre Familien zu ernähren. Auch das wenige Vieh, das die Menschen besitzen, leidet unter dem Wassermangel. Immer mehr Tiere sterben oder müssen geschlachtet werden. Damit aber verschlimmert sich die Situation der Menschen weiter. Selbst wenn es dann später wieder regnet, haben sie während der Dürre einen Großteil ihres Besitzes verloren. Den Verlust der verendeten Tiere können viele Familien nur sehr schwer verkraften. Manche geben ganz auf und ziehen in die Städte, versuchen dort ihr Glück und landen in der Regel in einem der vielen Slums oder leben auf der Straße.

Zu diesem Themenkomplex haben wir 2 didaktische DVDs produziert. Dafür waren wir insgesamt 4 Mal in Kenia und haben vor Ort recherchiert.

Die Filme und Zusatzmaterialien der didaktischen DVD "Wenn kein Regen fällt" setzen sich intensiv mit der Dürreproblematik in Kenia auseinander. Ursachen von Dürre ‒ darunter die fortschreitende Abholzung z. B. im Mau-Wald sowie der weltweite Klimawandel ‒ werden ebenso thematisiert wie die Folgen für die Menschen ‒ sowohl auf dem Land als auch in den Städten. Außerdem zeigen die Filme auch, dass es Menschen gibt, die die Problematik verstanden haben und an Lösungen arbeiten. Das geht vom sparsamen Einsatz von Wasser bis hin zur Wiederaufforstung.

Die Filme der DVD "Hoffnung für Straßenkinder" widmen sich dem Leben von Kindern in Slums und auf der Straße und zeigen, wie sich die Mully Children's Family (MCF) um diese Kinder kümmert, sie versorgt, erzieht und ausbildet und ihnen die Möglichkeit bietet, später ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dabei untersuchen wir auch die Gründe für Verstädterung, Slumbildung und weshalb Kinder auf der Straße leben und knüpfen dabei auch an die immer wiederkehrenden Dürren in Kenia an, die eben viele Menschen aus Existenznot in die Städte und dort in die Slums und auf die Straße treiben. So lässt sich ein ganz erheblicher Anteil der "Straßenkinderproblematik" auf die zunehmenden Dürren und damit letztendlich auf die Zerstörung oder zumindest Überlastung von Umwelt und Ökosystemen durch uns Menschen zurückführen.

 

Weiterführende Informationen

Tagesschau: Millionen Menschen droht Hungersnot

Caritas international: Damit Menschen nicht sterben, wenn der Regen ausbleibt

Welternährungstag (15.10.2016)

Der Welternährungstag ist jedes Jahr am 16. Oktober. Der Tag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit über eine Milliarde Menschen hungern. Weiterlesen...

Welternährungstag

15.10.2016

Den Welternährungstag ‒ oder auch Welthungertag ‒ gibt es bereits seit 1979. Inzwischen ist die Lage durch den weltweiten Klimawandel nicht einfacher geworden. Ganz im Gegenteil. Vielerorts verstärkt der Klimawandel Wetterextreme wie Dürren oder starke Regenfälle und führt immer öfter auch zu regional bisher unbekannten Ereignissen.

Diese Wetterextreme führen nicht selten zur Erosion der Humusschicht ‒ ob durch Dürre, Wind oder übermäßigen Regen ‒ oft begünstigt durch falsche Bewirtschaftung von Land, Kahlschlag und Monokulturen. Um den Verlust wertvoller Agrarflächen zu reduzieren oder gar zu verhindern, müssen wir auf eine nachhaltige Landwirtschaft setzen, orientiert an der Natur und angepasst an die jeweiligen Verhältnisse vor Ort.

Grundsätzlich ist eine höhere Biodiversität von Nutzen, Wechsel von Fruchtfolgen, Wind-, Wetter- und Hitzeschutz durch Hecken, Sträucher und Bäume. Anfällig für Bodenerosion sind dagegen große, mit Monokulturen bepflanze Flächen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt komplett abgeerntet werden, und der Boden ohne schützende Pflanzenschicht zurückbleibt, Flächen bei denen Windschutz fehlt.

„Wir müssen Landwirtschaft so betreiben und uns so ernähren, dass wir weder die Produktionsgrundlagen der Menschen im Süden noch die künftiger Generationen zerstören", sagt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, und führt weiter aus: „Wenn wir zulasten von Umwelt und Natur Lebensmittel im Überschuss herstellen, die wir zu Dumping-Preisen auf den Märkten des Südens verkaufen, schädigt das die lokalen Märkte. Wenn wir auf über 30 Millionen Hektar in Südamerika die Sojabohnen für unsere industrielle Tierhaltung anbauen lassen, fehlen die Flächen dort für Lebensmittelerzeugung. Und wenn unsere Entwicklungspolitik, statt auf agrarökologische Ansätze, auf die Verbreitung unseres teuren, inputintensiven Landwirtschaftssystems setzt, geraten Kleinbauern in die Abhängigkeit von Chemieriesen wie Bayer und Co.“

Dabei gilt es gerade, die kleinbäuerlichen Strukturen zu erhalten. Denn sie gewährleisten am ehesten eine nachhaltige Bodennutzung ohne den Einsatz riesiger Mengen an Kunstdünger, Pestiziden und Herbiziden. Die Menschen haben Arbeit und ein Auskommen. Ohne ihr Land bleibt vielen nur der Weg in die Stadt, wo sie dann oft in Slums ihre einzige Bleibe finden.

Letztlich ist Hunger aber nicht nur Folge von zu wenig Nahrung, sondern vor allem auch Folge ungerechter Verteilung, Folge von Verschwendung und Luxus derer, die es sich leisten können. Der traurige Status quo: Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Unterernährung ‒ meist in Asien oder in Afrika.

Zum Thema Hunger, Dürre und Klimawandel in Afrika bieten wir die didaktische DVD "Wenn kein Regen fällt" an. Am Beispiel von Kenia zeigen die Filme auf der DVD, welche Folgen es hat, wenn der Regen ausbleibt: vom Kleinbauer auf dem Land bis hin zu den Bewohnern Nairobis, der Wasser- und Energieversorgung. Die Filme der DVD beschäftigen sich aber auch mit den Ursachen für den ausbleibenden Regen. Die Schuld daran trägt nicht alleine der Klimawandel. 

Zum Thema Armut und Reichtum haben wir die didaktische DVD "Hoffnung für Straßenkinder" im Programm. Die DVD enthält zahlreiche Filme, die Einblicke in das Leben im Slum und auf der Straße bieten, Gründe für Migration, Landflucht und Verstädterung aufzeigen und ein Hilfsprojekt vorstellen, das Straßenkindern Nahrung, Kleidung und Obdach, ja eine ganz neue Familie und damit Hoffnung und eine zweite Chance gibt.

Wie wir mit unserer Erde und unseren Mitgeschöpfen umgehen und welche Folgen das haben kann, zeigt unsere DVD "Macht euch die Erde untertan" auf eindrückliche Weie in einer filmischen Parabel. Im Zusatzfilm "Intensivtierhaltung" gehen wir auch auf die Folgen unseres großzügigen Fleischkonsums für Menschen aus anderen Erdteilen ein.

 

Weiterführende Informationen

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft: Mit Öko und vor Ort

FAO: World Food Day

Verbot für Autos mit Verbrennungsmotoren? (30.09.2016)

Norwegen, die Niederlande und Österreich diskutieren ein Verbot von Autos, die mit Diesel- oder Benzinmotoren betrieben werden. Nun wollen die Grünen in Deutschland die Neuzulassung von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2030 verbieten. Weiterlesen...

Verbot für Autos mit Verbrennungsmotoren?

30.09.2016

Vor rund 100 Jahren standen sie sich schon einmal gegenüber: Elektro- und Verbrennungsmotor. Nach hoffnungsvollen Ansätzen bei der Elektromobilität setzte sich dann aber der Verbrennungsmotor durch. Im 21. Jahrhundert scheint das Elektroauto nun eine zweite Chance zu bekommen. 

Die Vorteile sind bestechend: emissionsfreies Fahren und Reduzierung von Verkehrslärm. Die Luftqualität wird sich enorm verbessern ‒ insbesondere in Ballungsgebieten und Innenstädten. Das ist nicht nur gut für die Gesundheit der Menschen, sondern steigert auch die Lebensqualität in den Städten. Gebäude und historische Denkmäler müssen seltener restauriert werden, weil sie nun nicht mehr von Abgasen zerfressen werden und natürlich führt der Umstieg auf Elektromobilität zur Einsparung riesiger Mengen an Treibhausgasen. Damit könnte die Elektromobilität einen wichtigen Beitrag zur Begrenzung des weltweiten Klimawandels leisten. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Autos der Zukunft auch wirklich mit Ökostrom aus regenerativen Energiequellen betrieben werden. Deshalb gehören Energiewende und Verkehrswende zusammen.

Das wenigstens ist die Meinung der Grünen. Und sie gehen noch weiter: Um die deutsche Automobilindustrie zu retten, sind ihrer Meinung nach mutige Weichenstellungen in Richtung Elektromobilität und Verkehrswende unumgänglich. In ihrem Leitantrag fordern die Grünen deshalb, den Verkauf neuer Autos mit Verbrennungsmotoren in Deutschland am 2030 zu verbieten.

Mit diesen Ideen stehen die Grünen nicht alleine. In Norwegen war zunächst ein komplettes Verbot für den Verkauf von Benzinern oder Dieselfahrzeugen ab 2025 geplant. Nun soll es zwar kein Verbot geben, aber harte Restriktionen (z. B. höhere Steuern), so dass der Kauf eines Verbrenners unattraktiv und ein Verbot überflüssig wird. Auch in den Niederlanden wird ein Verkaufsverbot für Autos mit Diesel- oder Benzinmotor ab 2025 diskutiert. Ebenso stellt Österreich die Frage, wie lange der Verkauf solcher Fahrzeuge noch erlaubt sein soll. Und die indische Regierung will bis 2030 sogar ausschließlich Elektroautos auf den Straßen des Subkontinents haben. Dazu legt der Staat ein Programm auf, mit dessen Hilfe Elektroautos in günstigen Raten und ohne Anzahlung angeschafft werden können und so auch für breite Bevölkerungskreise attraktiv werden.

Unsere DVD "Macht euch die Erde untertan" für den Religions- und Ethikunterricht thematisiert den Umgang des Menschen mit seiner Umwelt und seinen Mitgeschöpfen. Ein nachhaltiger Lebensstil ist gefordert, um das Leben auf der Erde zu erhalten. Filme zur Energiewende sowie zur Intensivtierhaltung verdeutlichen vorhandene Probleme und zeigen die Notwendigkeit für neue Lösungen. Dazu gehören neben einer echten erneuerbaren Energiewende auch eine Verkehrswende und eine Agrarwende.

Unsere didaktische DVD "C ‒ Der Kreislauf des Kohlenstoffs" zeigt in verscheidenen Einzelfilmen wie der Kohlenstoff zwischen den unterschiedlichen Kohlenstoffspeichern unserer Erde ausgetauscht und verlagert wird. Bei der Verbrennung fossiler Energieträger werden innerhalb kurzer zeit große Mengen an Kohlenstoff freigesetzt, die Pflanzen vor Millionen von Jahren über lange Zeiträume der Atmosphäre entzogen haben.

Mittlerweile wurden und werden fossile Energieträger in so großem Ausmaß verbrannt, dass sie Auswirkungen auf das Klima unserer Erde haben. Die Auswirkungen auf Gebiete der Kalten Zonen werden auch in den Schulfilmen auf unserer DVD "Taiga ‒ Wald des Nordens" thematisiert.

Verheerend sind die Folgen des globalen Klimawandels in Afrika, wenn sie mit lokal verursachten Klimaveränderungen (z. B. durch Abholzung) zusammenfallen. Dann verstärken sich die Phänomene oft gegenseitig. Eindrucksvoll zeigen die Filme und Lernmaterialien auf unserer DVD "Wenn kein Regen fällt", wie der vom Menschen verursachte Klimawandel letztlich auf uns Menschen zurückfällt.

 

 

Weiterführende Information

Leitantrag der Grünen: Energiewende retten, Verkehrswende einleiten

Indien: Große Pläne zur Elektromobilität

 

 

"Grüne Mauer" soll Wüste stoppen (05.09.2016)

Elf afrikanische Länder wollen mit einem über 7 000 Kilometer langen und 15 Kilometer breiten Waldgürtel die weitere Ausbreitung der Sahara aufhalten. Weiterlesen...

"Grüne Mauer" soll Wüste stoppen

05.09.2016

Afrikas "Grüne Mauer" soll den Kontinent vom Horn von Afrika im Osten bis zur Atlantikküste im Westen durchziehen und die weitere Ausbreitung der Sahara aufhalten. Vorbild ist unter anderen Chinas "Grüne Mauer", die Wüstenstürme und die weitere Ausbreitung von Wüstengebieten aufhalten soll. 

Mit einem rund 15 Kilometer breiten und mehr als 7 000 Kilometer langen Waldgürtel möchten elf afrikanische Staaten in der Sahel-Zone die weitere Degradation von Landflächen verhindert und 50 Mio. Hektar Land wieder nutzbar machen. Dabei sollen in erster Linie einheimische Bäume und Sträucher zum Zuge kommen, die unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung angepflanzt werden sollen.

Die Hoffnung ist, dass die seltener gewordenen Regenfälle nach und nach wieder zunehmen, der Grundwasserspiegel wieder ansteigt und Sandstürme ebenso wie die fortschreitende Verwüstung begrenzt werden können. Dabei könnte das Projekt auch die Lebensgrundlage von vielen Tausend Menschen sichern, Landflucht verhindern und damit auch den massenhaften Zuzug in Städte reduzieren. Letztlich könnte so auch die Slumbildung in den Großstädten vermindert und der weitere starke Anstieg von Straßenkindern abgebgremst werden. 

In den Filmen auf unserer didaktischen DVD "Wenn kein Regen fällt" zeigen wir am Beispiel Kenias die Folgen von Dürre und Trockenheit: Hunger, Not und Armut in ländlichen Regionen, Stromausfälle, Wasserrationierung und ebenfalls Not und Armut in den Städten. In mehreren Filmen gehen wir aber auch den Ursachen für die Dürre in Afrika und speziell in Kenia auf den Grund.

Unsere DVD "Hoffnung für Straßenkinder" untersucht in zahlreichen Einzelfilmen Faktoren für Landflucht, Verstädterung und Migration, zeigt die Lebensverhältnisse in Kibera, einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi, und lässt Straßenkinder selbst zu Wort kommen. Außerdem stellt sie ein Hilfsprojekt für Straßenkinder vor, das neben der Versorgung der Kinder eine Rundumbetreuung inklusive Ausbildung und somit Hilfe zur Selbsthilfe bietet.

 

 

Weitere Informationen zu Afrikas "Grüner Mauer" finden Sie hier:

Offizielle Webseite des Projektes (englisch)

Sonnenseite: Eine "grüne Mauer" in Afrika soll degradierte Böden nutzbar machen

Wikipedia: Afrikas Grüne Mauer im Sahel

 

Weitere Informationen zu Chinas großer grüner Mauer:

Spektrum: Chinas Große Grüne Mauer bremst Wüsten aus

GEO: Chinas grüne Mauer

 

Wasser- und Umweltkrise auf Mallorca (04.08.2016)

Ausbleibender Regen, leere Staubecken und überforderte Kläranlagen ‒ die Urlaubsinsel Mallorca ist am Rande ihrer ökologischen Belastbarkeit. Weiterlesen...

Wasser- und Umweltkrise auf Mallorca

04.08.2016

Die unsichere Lage in vielen einst beliebten Urlaubsregionen der Welt beschert Mallorca einen neuen Besucherrekord: rund 13 Mio. Urlauber werden dieses Jahr erwartet. 

So viele Touristen bedeuten hohe Einnahmen aber auch viele Probleme. Die ökologische Belastbarkeit der Urlaubsinsel ist erreicht. 

Wegen geringer Niederschläge im Winter sind mancherorts schon jetzt die Trinkwasserreservoirs und Brunnen so gut wie leer. Manche Gemeinden haben bereits den Wasserverbrauch rationiert und strikte Sparmaßnahmen verordnet, die von der Polizei kontrolliert werden: Pools dürfen nicht mehr befüllt, Gärten nicht mehr bewässert und Autos nicht mehr gewaschen werden. Teilweise muss Wasser bereits mit Tanklastwagen herangefahren werden.

Der Massentourismus verschärft diese Probleme weiter. Ein Tourist verbraucht in der Regel viel mehr Wasser als ein Einheimischer: Schätzungen gehen vom doppelten bis zum dreifachen Wasserverbrauch aus. Den Touisten fehlt oft das Wissen um die Wasserknappheit. Dazu kommt, dass viele im Urlaub nicht sparen, sondern unbeschwert genießen wollen. 

Problematisch sind auch die riesigen Abwassermengen infolge des Touristenansturms. Viele Kläranlagen sind überlastet und leiten einen Teil der Abwässer ungereinigt ins Meer. Das hat auch Auswirkungen auf die Urlauber: Wegen zu hoher Fäkalienbelastung im Wasser wurde am 16. Juli bereits der Badestrand von Santa Ponca zeitweise gesperrt.

Dürrekrisen, ausgelöst durch den Klimawandel erreichen immer neue Regionen der Erde und verschärfen oft bestehende Probleme noch weiter. Unsere DVD "Wenn kein Regen fällt" enthält mehrere Filme, die die Ursachen und Folgen von Dürre, Trockenheit und Wasserknappheit am Beispiel Kenias veranschaulichen.

Der Umgang mit unserer Umwelt steht im Zentrum unserer DVD "Macht euch die Erde untertan". In einer filmischen Parabel zeigt der Film provokativ zugespitzt menschliches Handeln und seine Folgen und regt so zum Nachdenken und zum Hinterfragen eigener Verhaltensmuster an. Dabei werden Wasserverschmutzung und Luftverschmutzung, Müll, Konsum, Intensivtierhaltung, Energieverbrauch und Tierversuche, Landwirtschaft und Industrie aber auch "normale Verbraucher" gezeigt und in die Verantwortung genommen.

Die Filme unserer DVD "Abwasserreinigung ‒ Die Kläranlage" zeigen, wie wir durch technische Anlagen und Innovationen in der Lage sind, immerhin einen großen Teil der durch uns verursachten Wasserverschmutzungen auch wieder zu beseitigen. Dabei ist die Kläranlage mit den Reinigungsstufen (mechanisch, biologisch und chemisch) auch Abbild der natürlichen Reinigungsprozesse eines Fließgewässers. Der Film "Klärschlammvergasung" erklärt ein innovatives Prinzip der Nutzung von Abfallstoffen und Energie.

 

Weiterführende Informationen

Mallorca-Zeitung: Polizei kontrolliert Wasserverbrauch

Blick: Mallorca droht der Wasserkollaps

Sonnenseite: Dramatische Wasserkrise auf Mallorca

 

 


Unterrichtsmaterial zum Thema Kalte Zonen

Zum Thema "Kalte Zonen" haben wir DVDs zu Tundra und Taiga im Angebot. In thematisch abgegrenzten Filmen und Modulen lernen die Schüler Lage, klimatische Bedingungen, Flora und Fauna von Taiga und Tundra kennen und erfahren wie der Mensch diese kargen Lebensräume nutzt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der traditionellen Nutzung durch die Ureinwohner Nordeuropas, die Sámi.

 

Diese Themenaufteilung spiegelt sich auch in den Arbeitsmaterialien wider. Einen Teil des Unterrichtsmaterials der beiden DVDs können Sie hier kostenlos herunterladen: Arbeitsblätter, Lösungsblätter, Teile unserer Infothek zur Nutzung der Taiga sowie Hintergrundinformationen.

Wir wünschen einen erfolgreichen Unterricht!

Der Hauptfilm der didaktischen DVD „Taiga ‒ Wald des Nordens“ zeigt die klimatischen Besonderheiten der Taiga, die Pflanzen- und Tierwelt und ihre Anpassung an das raue Klima. Auch der Mensch nutzt die Taiga. Die traditionelle Lebensweise der indigenen Bevölkerung weicht jedoch immer mehr der industriellen Nutzung von Holz, Torf, Öl und Gas.

3 Filme, Laufzeit gesamt ca. 24 Min.
5 Kapitelfilme

Aktuelles für den Unterricht

Klimawandel bedroht Rentierzüchter (28.11.2016)

Der Klimawandel führt auch zu Wetteranomalien in Taiga- und Tundrengebiete. Indigene Völker, die seit Jahrtausenden von der Rentierzucht leben, steuern auf eine Katastrophe zu. Weiterlesen...

Klimawandel bedroht Rentierzüchter

28.11.2016

Der Klimawandel bedroht die Lebensweise, vielleicht sogar das Überleben, indigener Völker in Taiga- und Tundrengebieten. Ein aktuelles Beispiel ist das Volk der Nezen auf der Jamal-Halbinsel in Nordrussland.

In den Sommermonaten herrschen immer öfter ungewöhnlich hohe Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr. Flüsse versiegen, Moore trocknen aus, die Tundra wird zu einer wasserarmen Wüste. Durch die ungewöhnliche Hitze breiten sich Krankheiten leichter und schneller aus. 

Auch im Winter wird das Wetter unbeständiger. Wenn ungewöhnlich milde Temperaturen die Schneedecke zum Schmelzen bringen und anschließend wieder klirrende Kälte herrscht, dann bildet sich eine dicke Eisschicht auf dem Schnee. Für Rentiere ist es jetzt unmöglich, an Nahrung wie z. B. Flechten unterhalb der Schneedecke zu kommen. Dafür brauchen die Tiere lockeren, trockenen Schnee, wie er bei dauerhaft großer Kälte normal ist. 

Die Ureinwohner haben sich auf das Leben in diesen kargen Gebieten spezialisiert. Tausende von Jahren konnten sie so der lebensfeindlichen Umwelt trotzen. Können sie mit ihren Tieren die Anpassung an die veränderten Lebensbedinungen schaffen?

Auf unserer didaktischen DVD "Tundra ‒ Land am Rande des Eises" finden Sie viele Filme zur traditionellen Lebensweise des indigenen Volkes der Sámi in Nordeuropa. Auch die Sámi sind Rentierzüchter und haben mit vielen Beschränkungen, Nutzungskonflikten und anderen Problemen zu kämpfen.

Unsere DVD "Taiga ‒ Wald des Nordens" stellt den Lebensraum vor, in den sich die Sámi mit ihren Rentieren in den kalten Wintermonaten zurückziehen.

 

Weitere Informationen

Greenpeace: Menschen wurde evakuiert, Hunde eingeschläfert


Um unter den extremen klimatischen Bedingungen in der Tundra zu überleben, haben Pflanzen und Tiere enge Lebensgemeinschaften gebildet. Aber auch Menschen leben hier. Sie ernähren sich von Jagd und Fischfang und von der Rentierzucht. Die traditionelle Lebensweise der indigenen Bevölkerung ist aber zunehmend bedroht.

13 Filme, Laufzeit gesamt ca. 43 Min.
5 Kapitelfilme

Aktuelles für den Unterricht

Klimawandel bedroht Rentierzüchter (28.11.2016)

Der Klimawandel führt auch zu Wetteranomalien in Taiga- und Tundrengebiete. Indigene Völker, die seit Jahrtausenden von der Rentierzucht leben, steuern auf eine Katastrophe zu. Weiterlesen...

Klimawandel bedroht Rentierzüchter

28.11.2016

Der Klimawandel bedroht die Lebensweise, vielleicht sogar das Überleben, indigener Völker in Taiga- und Tundrengebieten. Ein aktuelles Beispiel ist das Volk der Nezen auf der Jamal-Halbinsel in Nordrussland.

In den Sommermonaten herrschen immer öfter ungewöhnlich hohe Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr. Flüsse versiegen, Moore trocknen aus, die Tundra wird zu einer wasserarmen Wüste. Durch die ungewöhnliche Hitze breiten sich Krankheiten leichter und schneller aus. 

Auch im Winter wird das Wetter unbeständiger. Wenn ungewöhnlich milde Temperaturen die Schneedecke zum Schmelzen bringen und anschließend wieder klirrende Kälte herrscht, dann bildet sich eine dicke Eisschicht auf dem Schnee. Für Rentiere ist es jetzt unmöglich, an Nahrung wie z. B. Flechten unterhalb der Schneedecke zu kommen. Dafür brauchen die Tiere lockeren, trockenen Schnee, wie er bei dauerhaft großer Kälte normal ist. 

Die Ureinwohner haben sich auf das Leben in diesen kargen Gebieten spezialisiert. Tausende von Jahren konnten sie so der lebensfeindlichen Umwelt trotzen. Können sie mit ihren Tieren die Anpassung an die veränderten Lebensbedinungen schaffen?

Auf unserer didaktischen DVD "Tundra ‒ Land am Rande des Eises" finden Sie viele Filme zur traditionellen Lebensweise des indigenen Volkes der Sámi in Nordeuropa. Auch die Sámi sind Rentierzüchter und haben mit vielen Beschränkungen, Nutzungskonflikten und anderen Problemen zu kämpfen.

Unsere DVD "Taiga ‒ Wald des Nordens" stellt den Lebensraum vor, in den sich die Sámi mit ihren Rentieren in den kalten Wintermonaten zurückziehen.

 

Weitere Informationen

Greenpeace: Menschen wurde evakuiert, Hunde eingeschläfert

Teilsieg der Sámi vor Gericht (15.02.2016)

Nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen erhalten die Sámi von Girjas ihr Exklusivrecht auf Jagd und Fischfang zurück. Weiterlesen...

Teilsieg der Sámi vor Gericht

15.02.2016

Die Sami leben, jagen und fischen in der Gegend um die Gemeinde Gällivare seit "Menschengedenken", jedenfalls seit vielen Jahrhunderten. 

Durch einen Beschluss des schwedischen Parlaments wurde den Sámi 1993 ihr exklusives Jagd- und Fischrecht in der Gegend aber abgesprochen. Von nun an sollte der Staat über das Jagdrecht entscheiden, der sich als Grundeigentümer im Recht sah. Schweden und bald darauf auch EU-Bürger sollten jetzt dort jagen und fischen dürfen.

Für die Sámi brachte das ökonomische Einbußen mit sich und erschwerte ihre traditionelle Lebensweise. Mehr und mehr Menschen kamen in ihr Gebiet und bei der Jagd störten sie immer wieder auch in sensiblen Phasen die Rentiere, von denen viele Sámi leben.

Deshalb erhoben die Bewohner des Bergdorfes Girjas 2009 Klage gegen diesen Beschluss. Bereits mehrfach hatten auch die Vereinten Nationen Schweden in der Vergangenheit für den aus ihrer Sicht diskriminierenden Umgang mit den Sámi gerügt.  

Im Februar 2016 fiel nun endlich die Entscheidung zugunsten der traditionellen Lebensweise der Sámi: Sie erhalten ihre Exklusivrechte zurück. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Staat wohl in Berufung gehen.

Auf unserer DVD "Tundra ‒ Land am Rande des Eises" finden Sie rund 35 Minuten Film- und Tonmaterial zur traditionellen Lebensweise der Sámi. Dabei kommen die Sámi selbst zu Wort, berichten von ihren Myten, ihrer Einstellung, ihrem Leben, von ihrem Naturwissen und vom Kampf um ihre angestammten Rechte und Weidegebiete, Jagd- und Fischgründe.

 

Weiterführende Information:

Homo Perigrinus: Kurzer Bericht über das "Girjas-Urteil"

Radio Schweden: Samische Tradition vor Gericht

Radio Schweden: 1:0 für die Samen

 

 

Unterrichtsmaterial

Für diese Produktion haben wir eine Auswahl kostenloser Lehr- und Lernmaterialien bereitgestellt. Auf unseren DVD-Produktionen finden Sie viele weitere Inhalte!

Tipp: In unserer Rubrik Creative Commons finden Sie themenbezogenes Text- und Bildmaterial. Für nicht-kommerzielle Verwendung kostenlos!


Unterrichtsmaterial zum Thema Almen und Almwirtschaft

Hier finden Sie kostenlose Arbeitsblätter zu den Filmen unserer didaktischen DVD "Almwirtschaft" zum Download.

Der Film "Almwirtschaft" zeigt Almen als Kulturlandschaft und bietet spannende Einblicke in den Arbeitsalltag einer Sennerin sowie die Käseherstellung auf der Alm. Einen kritischen Blick wirft die DVD auf Tourismus, Sport und Überweidung der Almen.

7 Filme, Laufzeit gesamt ca. 29 Min.
7 Kapitelfilme

Unterrichtsmaterial

Für diese Produktion haben wir eine Auswahl kostenloser Lehr- und Lernmaterialien bereitgestellt. Auf unseren DVD-Produktionen finden Sie viele weitere Inhalte!

Tipp: In unserer Rubrik Creative Commons finden Sie themenbezogenes Text- und Bildmaterial. Für nicht-kommerzielle Verwendung kostenlos!